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Neue Maschinen

Wir haben jetzt wieder ein neues Bauprojekt und es mangelt an allem. Fähige Leute zu finden, die heutzutage aus der Lehre kommen und auch was drauf haben, sowas wird immer schwieriger. Und dann ist's auch mal wieder an der Zeit, dass wir ein paar neue Maschinen kaufen. Neue Bohrer, Steinsägen und Lader. Das wird schon eine richtige Investition werden, aber man muss Schritt halten, wenn man Aufträge bekommen will. Der Bauherr würde mich ja schlicht weg auslachen, wenn ich vorhätte ihm da ein Haus zu bauen in der Machart, wie man es vor 100 Jahren getan hätte.
Am besten mit Karren und Esel die ganzen Steine und Holzwerkzeuge zum Bau kutschieren. Ich finde, gebrauchte Traktoren sind sowas wie der Esel der Neuzeit. Da muss schon ein richtiger Laster her. Meinen alten verkaufe ich. Der ist noch top in Form. Da kriege ich sogar noch ein beträchtliches Sümmchen für. Der Rest wird dann drauf gelegt und ab geht's! Aber gute Männer sind unbezahlbar. Wenn aber alle nur noch aufs Gymnasium gehen, um am Ende Sozialpädagogik zu studieren, sehe ich Schwarz für meinen Berufszweig! So wie der neue Freund meiner Tochter. ich habe ja nichts dagegen, dass man auch andere Interessen hat, als Steine übereinander zu stapeln.
Aber es ist nicht alles schlecht an den alten männlichen Tugenden. Genauso manche Ingenieure. Die sind frisch gebacken von der Uni runter und machen einen auf feiner Herr und wir sind dann die groben Arbeiter. Ich bin für gegenseitigen Respekt, was aber noch lange nicht heißt, dass man mich bald Latte Macchiato trinkend in der Innenstadt sehen wird.

1 Kommentar 28.11.11 18:06, kommentieren

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Baggerlehrgang

Hi Leute,


hier ist wieder der Bierklaus, frisch geduscht von einem beruflichen Wochenende der anderen Art, das mal ausnahmsweise nicht aus schweißtreibender Knochenarbeit bestand, sondern aus mitunter manchmal nervenaufreibender Köpfchenarbeit bestand, die aber im wesentlichen nicht nur eine willkommene, sondern auch eine angenehme Abwechslung war.

Ich war nämlich über das Wochenende Dozent bei einem Lehrgang für Baggerfahrer! Das war vielleicht ein Aufriss, sag' ich euch. Ich hab' mich auch ehrlich ein bisschen gebauchpinselt gefühlt, als mein Chef mich ansprach, dass die von der zentralen Ausbildung erfahre Fachkräfte für einen wochenendlichen Lehrgang im Baggern suchen würden und ich ja mit meiner Erfahrung eigentlich doch wie geeignet dafür sei. Da hat er aber auch definitiv Recht mit, ich habe ja nun wirklich schon fast zwanzig Jahre Erfahrung mit dem Baggern und mittlerweile kann ich eigentlich fast alle gängigen Baggertypen im Traum beziehungsweise blind bedienen. Für mein Geschick im Umgang mit dem Bagger bin ich auch schon des Öfteren von meinen Kollegen auf den Bau bewundert worden, denn selbst in der engsten Baugrube bin ich so geschickt mit den Dingern, dass da kein Rohr und keine Leitung beschädigt wird, braucht man eben das gewisse Fingerspitzengefühl für.

Und dass das nun leider nicht jeder hat, das habe ich ziemlich schnell bei den Grünschnäbeln gelernt, denen ich nun über das Wochenende das Baggern in allen denkbaren Situationen nahebringen sollte. Die waren auch wirklich beeindruckt von mir und meinen Erlebnissen. Ganz besonders von meinem Unfall, auch wenn das gar nicht so spektakulär war, finde ich. Einfach nur gut reagiert, würde ich sagen.

Es war nämlich damals so, dass ich bei einem Abriss zugange war und ich die Information vom Statiker hatte, dass ich angeblich den einen Pfeiler des Gebäudes unproblematisch einreißen könne und dieser keine tragende Funktion hatte. Gesagt, wie getan. Doch plötzlich merkte ich, wie das gesamte Gebäude auf mich einzustürzen begann. Mit drei, vier reaktionsschnellen und geschickten Manövern brachte ich mich und den Bagger aus der Gefahrenzone, nur ein Stein schlug in die Frontscheibe ein und verletzte mich leicht an der Stirn, hinter mir stürzte allerdings das Gebäude komplett zusammen. Gerade noch gerettet.

1 Kommentar 24.6.11 10:00, kommentieren

Hallöle,


hier ist wieder euer Bierklaus am Start. Und der hat heute eine richtig abgefahrene und etwas unangenehme Geschichte parat, die er euch nun auch nicht länger vorenthalten will. Fangen wir einfach mal ganz chronologisch der Reihe nach an.

Ich hatte also gestern einen wirklich harten Tag, auf dem Bau hatten wir gleich drei Paletten Steine durch einen Keller zu schleppen, weil der Auftraggeber zu geizig war, einen Kran für diesen Job zu organisieren. Stand dann auch noch doof grinsend daneben, der Typ. Anstatt selbst mal die Ärmel hochzukrempeln und mit anzupacken. Arroganter Schnösel. Da könnt ihr euch sicher gut vorstellen, dass ich nicht nur auf Hundertachtzig war, sondern eigentlich für den Rest des Tages erst einmal bedient war. Zu Hause angekommen wollte ich mich dann eigentlich umgehend mit einem Bierchen ins Sofa fallen lassen, aber kaum sperrte ich die Tür auf, kläfften mir meine beiden Hunde entgegen, die wollten ja auch noch an die Frische Luft. Und, was muss, das muss irgendwie. Im wahrsten Sinne des Wortes, was die Hunde betraf.

Na gut, dachte ich. Ich schnappte mir also die Leinen der beiden, ein paar Schietbüdel und machte mich auf den Weg, allerdings nur auf die kleine Runde, für die lange Strecke konnte ich mich beim besten Willen nicht mehr motivieren, muss dann mal so gehen, morgen versuche ich das dann irgendwie auszugleichen.

Ich spazierte also mit meinen Hunden den Weg entlang und auf der Hundewiese um die Ecke ließ ich die Leine los. Sofort verschwanden Frank und Amy im Gebüsch. Ich setze mich auf eine Bank und träumte vor sich hin. Jäh wurde ich durch das laute Schreien einer Frau unterbrochen. Ich drehte mich um und sah das Dilemma sofort: Frank war dabei, eine fremde Hündin zu decken. Nun muss man wissen, dass ich es bisher nicht über's Herz gebracht habe, ihm seine beiden Hoden abnehmen zu lassen. Meine Frau hat schon immer darüber geschimpft und meinte, das sähe ja furchtbar unästhetisch aus. Ich hielt stets dagegen, dass es nur männlich sei und ich meine ja auch noch behalten möchte.

Nun war es also passiert, es war zu spät, Frank war fertig. Wutentbrannt rannte die Frau auf mich zu und schrie mich an, wieso mein Hund nicht kastriert sei und warum ich ihn dann unbeaufsichtigt laufen ließe. Ich stammelte eine Entschuldigung und versprach ihr, mich um mögliche Welpen auch zu kümmern und wir tauschten unsere Nummern aus. Wie peinlich...

1 Kommentar 3.6.11 17:28, kommentieren

Kneipentour

Gestern habe ich Ausgang bekommen und war mit meinen Jungs Einen trinken. Jaja, ihr denkt bestimmt, was ist das denn? Der hält sich für männlich und dann muss er Ausgang bei seiner Alten beantragen? Aber Wochenende sollte ich ursprünglich auf unsere Kleine aufpassen. Nun hatte sich der Spiess gedreht und ich konnte mal wieder ein Bierchen mit meinen Kumpels zischen. Wenn wir zusammen unterwegs sind ohne die Weiber, werden wir zu richtigen Pöblern. Dann müssen wir einfach mal unsere agressive Ader rauslassen und damit niemadn zu schaden kommt, tun wir das nur untereinander. Wir wollen ja niemanden beleidigen, den wir nicht kennen. Auf jeden Fall kam da so eine total scharfe Mieze vorbei und Thommi hat ihr auch gleich hinterher gepfiffen. Sie hat sich umgedreht, gefragt ob wir hier aufm Bau sind und ist abgezischt. Thommi war beleidigt. Der hat den ganzen restlichen Abend geschmollt. Sie hatte ja recht. Wir erfüllten an diesen Abenden echt alle Bauarbeiterklischees. Sowas tun wir auf dem Bau nicht. Nur bei unseren Biertouren. Viele der Kneipen, die wir aufsuchen, kennen uns schon und sagen uns mittlerweile von Anfang an, dass wir unsere Lautstärke zügeln sollen oder wir werden rausgeschmissen. Nur unsere Stammkneipe mit unserm Lieblingsbarkeeper mag uns so wie wir sind. Der kennt das und manchmal pöbelt er sogar mit. Wenn es Zeit wird für den Feierabend, spendiert er uns allen noch ein Bier und wir wissen bescheid. Dann wirds Zeit zu gehen. Anfangen zu betteln oder zu pöbeln hilft bei ihm nicht. Er wird dann immer sehr bestimmend in seiner Tonlage und sein Abschlusssatz lautet immer: "Barkeeper haben ja schließlich auch ein Privatleben."

30.5.11 13:10, kommentieren

Neues vom Bau

Da bin ich wieder, euer Bierklaus. Komme gerade aus der Dusche, nach einem harten, richtig männlichen Tag auf dem Bau und schalte also hier den Computer an. Klicke hier auf so 'nen Link und dachte, mein Schwein pfeift. Ganz ehrlich Leute, da fühlt man sich doch irgendwie verarscht bei. Da finde ich ein Haus, für das ich letzten Monat von meinem Boss doch tatsächlich die Bauleitung für die Maurerarbeiten bekommen habe, und für welches ich von der handwerklichen Qualität meine Hand ins Feuer legen würde, im Immobilienportal Immonet für einen unverschämt niedrigen Preis. Schön und gut, denkt ihr jetzt wahrscheinlich, dass müsste ja nicht mein Problem sein. Dazu muss man aber wissen, dass der niedrige Verkaufspreis – auch für die Lage und Größe vollkommen unter Wert, wenn ihr meine Meinung wissen wollt, damit begründet wird, dass angeblich die Handwerkerarbeiten, speziell beim Fundament, angeblich von eher minderwertiger Qauliät seien und da nachgebessert werden müsse. NACHGEBESSERT?! Bei der guten und soliden Arbeit, die meine Jungs und ich da abgeliefert haben? Ich glaube, denen geht es doch echt zu gut. Am liebsten würde ich meine Jungs mitnehmen, mal beim Immobilienheini vorbeigehen und dem ordentlich die Meinung sagen. Was fällt dem denn ein? Selbst der Architekt hat gesehen, was für gute Arbeit wir da machen, zumal wir das ganze vor der Zeitvorgabe fertig gestellt haben. Und dann gibt es noch was zu meckern? Sollen sie doch einfach das nächste mal irgendwelche Amateure aus dem Obstblock für den Job nehmen, dann werden sie vielleicht richtig zu schätzen wissen, was deutsche Maurerkunst ausmacht! ich werde jetzt erstmal meinen Kollegen Dieter anrufen, glaube ich. Dann zeigen wir es denen! Trommeln unsere Jungs zusammen und blasen den mal so richtig den Marsch, auf gute alte Maurerart. So lass' ich ganz bestimmt nicht mit mir umgehen!

1 Kommentar 20.5.11 18:33, kommentieren

Mein Blog beginnt!

Hallo Leute,

ich bin der Kläuschen oder auch einfach „Bierklaus“, so nennen mich meine Freunde. Also ganz einfach, wie ihr wollte. Das hier soll mein Blog werden, so 'was wie ne Art Tagebuch, in dem ich euch aus meinem Leben das ein oder andere pikante Detailchen berichten werde. Also erst einmal zu mir: Ich bin Maurer, quasi von Geburt an, habe zwei Hunde, eine Dänische Dogge und einen kleinen Dackel, Paul und Lutz. Mit denen verbringe ich so meine Freizeit im wesentlichen, von der ich aber nicht allzu viel habe. Denn so ein richtiger Mann, ein Maurer, der hat nicht viel Zeit für anderen Kram. Außerdem habe ich ja auch eine Familie zu ernähren. Meine sechszehnjährige Tochter ist in der Hinsicht mein Ein und Alles. So eine Hübsche ist sie, das könnt ihr mir glauben. Und wie die Mädels in dem Alter sind, muss man als Papa ja auch mal hin und wieder sein Auge darauf werden, was die Kleine so den Tag über treibt. Neuerdings hat sie einen Freund, den hat sie mir letzte Woche dann auch ganz aufgeregt vorgestellt. Ich will ja nicht zu früh urteilen, aber ist ein ganz schöner Milch-Bubi der Kleine. Also nett ist er und Manieren hat er wohl auch, aber ob aus dem mal ein richtiger Kerl wird, der mein Sternchen auch beschützen kann, wenn's mal brenzlig werden könnte? Ich weiß' ja nicht. Geht aufs Gymnasium und hat keinen blassen Schimmer, was in der Welt jenseits von Literatur und Zahlen so passiert, wie sollte es dann auch anders sein? Aber der Junge lernt doch so nix gescheites, wenn ihr mich fragt. Ein Mann muss doch ein Haus in seinem Leben bauen, sagt man so.Und ob der das kann? Naja, ich glaube, ich werde ihn mal mit auf'n Bau nehmen, da kann er sich dann einiges von richtigen Männern abgucken.

1 Kommentar 12.5.11 15:15, kommentieren