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Baggerlehrgang

Hi Leute,


hier ist wieder der Bierklaus, frisch geduscht von einem beruflichen Wochenende der anderen Art, das mal ausnahmsweise nicht aus schweißtreibender Knochenarbeit bestand, sondern aus mitunter manchmal nervenaufreibender Köpfchenarbeit bestand, die aber im wesentlichen nicht nur eine willkommene, sondern auch eine angenehme Abwechslung war.

Ich war nämlich über das Wochenende Dozent bei einem Lehrgang für Baggerfahrer! Das war vielleicht ein Aufriss, sag' ich euch. Ich hab' mich auch ehrlich ein bisschen gebauchpinselt gefühlt, als mein Chef mich ansprach, dass die von der zentralen Ausbildung erfahre Fachkräfte für einen wochenendlichen Lehrgang im Baggern suchen würden und ich ja mit meiner Erfahrung eigentlich doch wie geeignet dafür sei. Da hat er aber auch definitiv Recht mit, ich habe ja nun wirklich schon fast zwanzig Jahre Erfahrung mit dem Baggern und mittlerweile kann ich eigentlich fast alle gängigen Baggertypen im Traum beziehungsweise blind bedienen. Für mein Geschick im Umgang mit dem Bagger bin ich auch schon des Öfteren von meinen Kollegen auf den Bau bewundert worden, denn selbst in der engsten Baugrube bin ich so geschickt mit den Dingern, dass da kein Rohr und keine Leitung beschädigt wird, braucht man eben das gewisse Fingerspitzengefühl für.

Und dass das nun leider nicht jeder hat, das habe ich ziemlich schnell bei den Grünschnäbeln gelernt, denen ich nun über das Wochenende das Baggern in allen denkbaren Situationen nahebringen sollte. Die waren auch wirklich beeindruckt von mir und meinen Erlebnissen. Ganz besonders von meinem Unfall, auch wenn das gar nicht so spektakulär war, finde ich. Einfach nur gut reagiert, würde ich sagen.

Es war nämlich damals so, dass ich bei einem Abriss zugange war und ich die Information vom Statiker hatte, dass ich angeblich den einen Pfeiler des Gebäudes unproblematisch einreißen könne und dieser keine tragende Funktion hatte. Gesagt, wie getan. Doch plötzlich merkte ich, wie das gesamte Gebäude auf mich einzustürzen begann. Mit drei, vier reaktionsschnellen und geschickten Manövern brachte ich mich und den Bagger aus der Gefahrenzone, nur ein Stein schlug in die Frontscheibe ein und verletzte mich leicht an der Stirn, hinter mir stürzte allerdings das Gebäude komplett zusammen. Gerade noch gerettet.

24.6.11 10:00

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